Eine Webseite kostet kein Geld – sie ist eine Investition. Ich zeige dir, welche Möglichkeiten du für die Umsetzung einer Webseite hast und was das kostet. Damit findest du die für dich passende Lösung.

Warum fragst du nach dem Preis?

Die meisten meiner Kundengespräche beginnen mit der Frage: Was kostet denn eine Internetseite?

Darauf antworte ich dann: Das kann man pauschal nicht sagen. Es wäre das gleiche, als würdest du deinen Autohändler fragen, was ein Auto kostet. Statt einer Auskunft bekommst du eine Flut von Gegenfragen vom Autoverkäufer.  

Eine Webseite ist eines der wichtigsten Marketing-Werkzeuge. Daher kostet sie kein Geld, sie erfüllt einen Zweck. Sie ist eine Investition. Ein Arbeitsgerät. Ein Mitarbeiter.

Was sind Ziel und Budget für deine neue Webseite?

Mithilfe einer Internetseite kommen wie von selbst neue Kunden, Käufer oder Anfragen – dieser Grundsatz ist nach wie vor weit verbreitet. Das mag bei bestimmten Branchen, wie dem Handwerk, durchaus stimmen, dennoch ist das die Ausnahme.

Oftmals finde ich beim Googeln von Unternehmen alte Webseiten, die ähnlich einer Firmenbroschüre in der untersten Schublade einstauben. Ab und an nimmt man sie zur Hand, wischt den Staub runter und überlegt, sie zu überarbeiten – neue Fotos und Inhalte, ein modernes Design – vielleicht würden dann mehr Kunden darauf ansprechen? Doch kurze Zeit später liegt sie wieder in der Schublade. Warum? Hör auf deine innere Stimme und setze dich endlich ran!

Ist der Entschluss zur neuen Webseite gefasst, folgt die Frage: Was kostet mich eine neue Webseite?

Nehmen wir einen Landwirt. Sein Plan, ein neuer Mähdrescher. Der Landwirt fragt sich im ersten Schritt, was der Mähdrescher kosten wird und ob er diese Investition tätigen kann. Dagegen setzt er, wie viel Ernte er mit dem Mähdrescher einfahren kann, also wie viel mehr Umsatz die Investition bringt.

Kläre für dich: Was möchte ich mit meiner Webseite erreichen? Mehr Kunden gewinnen, neue Mitarbeiter finden, Produkte verkaufen? Lege dir ein Ziel fest. Dann weißt du, worin du investierst.

Welche Webseiten-Modelle gibt es?

Heute gibt es für Unternehmen jeder Größe, Art oder Branche die passende Lösung, um eine gute Webseite zu erstellen: Webseiten von Internet-Agenturen zum Festpreis oder mit monatlicher Abrechnung, Homepagebaukästen, kostenlose Webseiten oder zur Miete bei einem Hosting-Anbieter. Jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Die Frage nach dem Preis aber spielt bei allen eine Rolle.

Eine Webseite setzt sich dabei aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Hosting und Domain: Wo liegt deine Webseite? Hat sie eine ansprechende Adresse?
  • Wer kümmert sich um die Software für deine Webseite?
  • Wer entwickelt das Konzept, den Aufbau? Wünschst du persönliche Beratung?
  • Kaufst du ein fertiges Design oder lässt du es individuell erstellen?
  • Wie erfolgt die technische Umsetzung deiner Webseite?
  • Möchtest du selbst Bilder einbringen oder lieber kaufen?
  • Wer verfasst die Texte für deine Webseite?
  • Wer kümmert sich um Wartung und Pflege?
  • Und wie sieht es mit Onlinewerbung aus?

Im Folgenden stelle ich dir kurz die wichtigsten Preismodelle vor.

Die (fast) kostenlose Webseite

Die günstigste Variante ermöglichen Anbieter (auch Hoster genannt), die kostenlose Homepages zur Verfügung stellen. Diese bieten für den Start oft ausreichend Funktionen, zum Beispiel Jimdo: Dort kannst du kostenlos eine Webseite anlegen. Fehlen noch ein paar Bilder, das eigene Logo, etwas Text und schon geht es los.

Nur funktioniert es leider nicht so locker und flockig, wie ich es beschreibe. Dazu gehören ein ganzes Stück Arbeit und Wissen. Bei einem komplett kostenlosen Anbieter musst du allerdings den Kompromiss eingehen, dass Fremd-Werbung auf deiner Seite geschaltet wird und du auch keine schicke Domain wie www.meinseite.de erhalten, sondern meist etwas wie www.meineseite.anbietername.de. hinzukommt, dass der Anbieter immer das Recht hat, den Service einzustellen.

Eine weitere Möglichkeit ist, du kümmerst dich um alles allein. Das heißt, du suchst einen Anbieter, bei dem deine Webseite liegen soll, installierst ein passendes System und findest dein Wunsch-Design. Bei dieser Variante musst du Texte und Bildmaterial ebenfalls selbst erstellen und pflegen. Aber für den Start deiner Webseite kann das eine gute Alternative sein. Die Gebühren für das Hosting belaufen sich hierbei auf 2 bis 5 Euro monatlich.

Webseiten zur Miete

Ähnlich wie beim vorigen Beispiel kannst du eine Webseite auch für einen überschaubaren Obolus im Monat mieten.

Du bekommst eine eigene Domain (www.meineseite.de), passende E-Mail-Adressen (info@meineseite.de), kannst aus einer Vielzahl von fertigen Designs wählen und hast auch verschiedene Module. Dazu zählen Kontaktformular, Newsbereich, Bildergalerien, sogar kleine Shopsysteme und die Möglichkeit, eigene Videos einzubinden. Du kennst es vielleicht als sogenannten Homepagebaukasten.

Wie bei den kostenlosen Webseiten musst du dich hier natürlich um den Aufbau und die Inhalte kümmern. Du kannst alternativ auch Fotografen oder Texter beauftragen, die passende Inhalte für dich erstellen.

Besonders für junge Unternehmen ist das ein günstiger und guter Weg. Je nach Anbieter und Funktionen bezahlst du hier zwischen 5 bis 150 Euro im Monat. Dabei unterscheidet sich meist der Funktionsumfang gehörig, in vielen Fällen kannst du aber monatlich kündigen oder zwischen den verschiedenen Tarifen wechseln.

Deine Webseite hat viel Geld gekostet aber bringt keine Anfragen und Kunden?

Lass dich beraten und erhalte eine kostenlose Analyse deiner aktuellen Webseite. Dazu erläutern wir dir in einem Konzept, was man verbessern und aktualisieren sollte. Garantiert keine Verpflichtungen und Kosten!

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden.

Was kostet ein Homepagebaukasten mit Software

Die Variante Homepagekasten lässt sich auch erweitern. Du kannst einerseits den gesamten Service deines Anbieters (Hosters) mieten oder dir für deine Homepage eine passende Software kaufen. Für das Mieten deiner Seite steht, wie oben schon beschrieben, eine große Auswahl  an Hostern zur Verfügung, die Preise sind moderat. (für 2 bis 5 Euro, siehe oben).

Wenn du nach dem Begriff Homepage Software googelst, findest du eine gute Auswahl verschiedener Software: Magix, Website X5, oder OmniPage, das monatlich bezahlt wird. Die anderen Programme kosten zwischen 40 bis 200 Euro einmalig.

Bedenke dabei, dass die Software alle ein bis zwei Jahre erneuert werden muss. Wie bei den anderen Varianten kümmerst du dich um die Erstellung und auch um die Inhalte wie Text und Fotos selbst oder überlässt das Texter und Fotograf.

Das Nonplusultra: Deine Webseite von einer Agentur

Für deine Webseite zählt diese Variante zu den „Rund-um-Sorglos“-Paketen. Sollte sie zumindest, auch hier unterscheiden sich die Angebote der Agenturen.

Bei einer Agentur erhälst du den kompletten Umfang an Software und Dienstleistung. Deine Aufgabe besteht lediglich darin, deine Ideen, Wünsche und Vorstellungen zu nennen. Gemeinsam mit der Agentur gestaltest du nicht nur die Webseite sondern erstellst miteinander passende Bilder und Texte für deine Webseite. Du investierst in das Know-How, die Erfahrung und die Leistung der Agentur.

Natürlich steht diesen Vorteilen der weitaus höhere Preis gegenüber. Für eine Webseite von kleinen und mittelständischen Unternehmen darfst du mit Preisen zwischen 2.500 bis 7.000 Euro rechnen. Nach oben ist immer Luft, wenn es um spezielle Entwicklungen geht. Preise können je nach Leistungsumfang, Region und Agentur stark variieren.

Ein Tipp von mir: Lass dir Referenzen zeigen und besuche die Agentur für das erste Gespräch vor Ort. Dadurch bekommst du einen guten Eindruck. Mit einer Agentur arbeitest du im besten Fall über mehrere Jahre hinweg zusammen.

Was kostet deine Webseite in der Zukunft?

Bitte verabschiede dich von dem Gedanken: Ich erstelle meine Webseite und habe die nächsten Jahre ausgesorgt. Zu Beginn des Internets Anfang der Neunziger hat das noch gut funktioniert, doch diese Zeiten sind vorbei.

Ich empfehle dir, für die nächsten Jahre vorauszuplanen. Die Technik ist schnelllebig geworden, die Konkurrenz wird nicht weniger und du hast mit einer eigenen Webseite eines der effektivsten Werbemittel überhaupt. Nachweislich haben noch über 50 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen keine oder nur ungenügende Webseiten. Wer hier aktiv wird, hat also gute Chancen.

Plane mit deiner Webseite die Ziele der nächsten Jahre und lege zum Beispiel ein Budget von 300 Euro zur Seite. Dieses kannst du für Onlinewerbung oder das Verfassen von Inhalten verwenden. Werte deine Webseite regelmäßig aus: Wie viele neue Kunden habe ich bekommen? Haben sich neue Mitarbeiter bei mir beworben oder sind die Anfragen vielleicht zurückgegangen?

Deine Webseite ist ein Return of Investment (ROI). Du investierst, damit deine Internetseite das Ziel erreicht, das du festgelegt hast.

Fazit

Meine Antwort auf deine Frage nach dem Preis lautet also: Eine Webseite ist eine Investition! Sie bringt dir mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Zeit oder welche Ziele sie auch damit verfolgen.

Bestimme dein Ziel, lege dein Budget fest und fang an!

Es gibt auch für dich die passende Möglichkeit. Ob Einzelhandel, kleine Firma oder mittelständisches Unternehmen – jeder kann für sich die passende Lösung auswählen und umsetzen. Natürlich sind meine Preisangaben nicht in Stein gemeißelt, aber sie geben dir einen guten Einblick.

Wie sind deine Erfahrungen und wie hast du aktuell deine Webseite umgesetzt?

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